Samstag, 4. Juli 2009

Mal Tacheles.

Ja, man fragt sich. Warum der Blog, warum der Titel, warum das Thema.
Man möchte sagen, es sei der Aufmerksamkeit oder der Lust am Schreiben wegen. Aber es ist doch noch ein wenig mehr dahinter.
Ursprünglich dachte ich mir bei dem ganzen tatsächlich etwas.
Ich bin nämlich ein Fan von Kreationisten. Man kann mit ihnen so wunderbar diskutieren. Nicht. Und ihre Argumente gründen sich auf so schöne Beweise. Nicht.
Hier jetzt mal ein Beweis für Evolution, den man selbst beobachten und nachvollziehen kann. Keine Knochenfunde, keine Gesteinsformationen, einfache Beobachtungen.
Der Mensch stammt laut der Evolutionstheorie von Charles Darwin vom Affen ab. Also sehen wir uns doch den Affen einmal an. Der Affe an sich ist ein Rudeltier. Schöner Aspekt, den man mal beobachten sollte.
Es gibt nämlich viele, die den animalischen Aspekt der Spezies Homo Sapiens Sapiens leugnen, damit auch, dass Menschen Rudeltiere sind.
Rudeltiere kämpfen um den Platz als Alphamännchen (bzw Weibchen), verteidigen ihr Revier, verteilen Aufgaben, jagen zusammen, kämpfen zusammen und kümmern sich um verletzte des Rudels. Alles in allem eine sehr praktische Einrichtung, die auch die moderne Zivilisation erst möglich gemacht haben.
Denn sowohl im großen, als auch im kleinen lassen sich alle Merkmale wieder erkennen.

Zuerst im großen:
Kampf um die Stellung des Alpha-tieres? Entschuldigung? Demokratie ist nur der Weg um diese Sache fairer für alle zu machen. Auch die Unterdrückung von Minderheiten und Frauen lässt sich auf diesen Aspekt zurück führen.
Wenn jemand unter mir steht, dann bin ich nicht an der untersten Position, habe also noch Chancen auf die Weitergabe meiner Gene, muss nicht die absolute Drecksarbeit machen, kriege mehr Aufmerksamkeit, etc.

Da ich ja nun schon quasi erklärt habe, dass der Staat in der modernen Zivilisation und im großem Maßstab das Rudel darstellt dürfte die Verteidigung der Staatsgrenzen in gemeinsamen Aktionen als Armee bereits offensichtlich Teil des Rudelverhaltens sein. Nicht zuletzt würde ich auch Nationalstolz, identifikation mit nationalen Symbolen etc. als Teil eben dieses Urtriebes ansehen.

Die anderen Teile des Rudelverhaltens dürften selbsterklärend sein, der interessanteste ist ja ohnehin der Kampf um die Alpha-Stellung.
Weiter zum kleinen, eher privaten Ramen.

Jeder kennt den Klassenrowdy, der die schwächeren Kinder herumschubst. Jeder kennt die Typen, die Nachts herum gehen und einfach nur pöbeln.
Sie markieren (auch wenn das jetzt fies klingen mag) ihr Revier und zeigen, wer darin der Boss ist.
In Gruppen gibt es auch Kämpfe um die Alpha-Stellung, nur laufen sie meist viel subtiler ab und sind nur in den wenigsten Fällen wie bei Gorrillas zum Beispiel gewaltsam.
Diese Dinge bedürfen jedoch meist individueller Beobachtung, da sie sich von Kulturkreis zu Kulturkreis, von Subkultur zu Subkultur und von Gruppe zu Gruppe unterscheiden, Beispiele können kleine Sticheleien sein, das herumhacken auf Fehlern, Schadenfreude, etc.

Warum erzähle ich das alles eigentlich?
Ganz einfach.
Ich bin diese Moralapostel leid, die versuchen das Verhalten von Menschen zu ändern, ohne den Grund dafür in ihre Methodik einzubeziehen. Ein Beispiel: Lehrer, die vorlaute Schüler einfach nur rausschicken. Damit erhalten diese Schüler die Aufmerksamkeit, die sie wollen, steigen damit dem Stand des Alpha-Wesens näher und freuen sich innerlich darüber.
Großartig, der Lehrer hat damit dem Schüler genau das gegeben, was er wollte. Sicherlich, der Schüler stört den Unterricht, aber so wird er für sein Verhalten auch noch belohnt, auch wenn das nicht sofort offensichtlich ist.

Ach, mich verlässt die Schreiblust, den Rest könnt ihr euch Denken.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Mittwoch, 10. Juni 2009

Das T-Virus

Wenn man mich fragen würde, welcher Teil der Menschheit mir am meisten auf den Nerv geht, so würde ich sagen, das meine Generation und alles, was bisher gefolgt ist definitiv dazu gehört.
Wir haben keine schweren Zeiten hinter uns, haben von Krieg, Teilung und Terror nix mitbekommen und doch tun wir so, als wären wir zum einen die Krone der Schöpfung und auf der anderen Seite gleich die, die am ungerechtesten behandelt worden wären.
Gleich den Zombies aus manchem horrorfilm driften wir stumpf durch unser Teenagerleben.
Ein schönes Beispiel ist hier der für nächste Woche geplante Schülerstreik. Was soll das? Es kann doch wohl kaum um politische Ziele gehen, denn so, wie die Schule jetzt ist sehe ich nicht so großen Änderungsbedarf, als das man zu so revolutionären Maßnahmen greifen muss. Demonstrationen? Ja, klar, immerdoch! Aber ein "Streik"?
Der Streik steht hierbei bewusst in Anführungsstrichen, denn ein Streik als solcher ist er meiner Meinung nach nicht. Schließlich hängt von uns Schülern selbst nix ab und der Effekt ist daher eh sehr gering.
Viel Besser als die Methoden sind jedoch die Ziele, die man zu erreichen sucht. Mein absoluter Liebling ist die Abschaffung der Zensuren. Hurrah, hurrah, laufen wir doch gleich der Anarchie mit offenen Armen entgegen.
Wenn es keine Noten mehr gäbe, sähe ich keinen Grund mehr irgendetwas in der Schule zu tun. Das Konzept ist absolut nicht durchdacht und als solches auch noch gefährlich.
Daraus resultieren nur Profite für politische Extrimisten, die mit der verkorksten Situation später nur noch Profite machen und daraus ihre Stimmen ziehen. Plötzlich haben wir dann eine rechts- oder linksextreme Regierung und alle wundern sich wieder, wo das angefangen hat.
Es mag ja sein, dass das Schulsystem eine Reform dringend nötig hat, aber die vorgeschlagenen Änderungen sind nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich.
DAHER:
BOYKOTT DEM SCHÜLERSTREIK!

Dienstag, 19. Mai 2009

Kontrolle ist gut - Überwachung ist besser

Nach einer langen Pause melde ich mich mal wieder zurück, denn inzwischen ist es wieder so unruhig im Staate Deutschland geworden, dass ein bisschen Schreibbedarf entstanden ist. Ich möchte jetzt auch nicht viel sagen, denn ich glaube, dass sowohl vom Staat, als auch von Kritikern genug gesagt wurde. Aber ich möchte euch gerne zum Nachdenken bringen, und deshalb hier zwei Videos präsentieren, die mir beim Stöbern durch das Internet aufgefallen sind, und eine aktuelle Problematik - die uns alle betrifft - direkt anspricht.

Also Vorhang auf:

http://www.cartoonland.de/archiv/der-frosch-im-wasser/

http://www.cartoonland.de/archiv/du-bist-terrorist/

Dienstag, 17. März 2009

Die Amokspieler

Ich komme selbstverständlich auch nicht umhin, mich zum Amoklauf von Winnenden zu äußern. Für alle steht fest, es ist und bleibt eine schreckliche Tat und keiner wird jemalds begreifen, wie es zu diesem Massenmord gekommen ist.
Doch eins fällt besonders auf. So heftig jeder nach der Antwort auch sucht, ein Medium wird IMMER außen vorgelassen. Das Fernsehen.
Ich möchte mich jetzt nicht wieder darüber beklagen, dass alle auf den VideoSPIELEN rumhacken, das hab ich schon genug und inzwischen bin ich die ewige Diskussion leid, jedenfalls in dem Maße, wie sie momentan von allen möglichen und unmöglichen Medien hochgeputcht wird. Aber wir alle sollten uns fragen, warum gerade im Fernsehen und in den öffentlich rechtlichen Medien immer wieder das Wort auf die Spiele fällt und nie auf das Fernsehen. Denn im Fernsehen wird an jedem Tag das reale Leben vom tiefsten Abgrund der Welt gezeigt. Auch gut bekannt unter dem Namen: Die Nachrichten. Denn nichts ist für einen Menschen so beängstigend, wie das reale Leben und genau da sollten wir alle überlegen, wieso das so ist und wie man die Angst vor dem Leben verbessern kann.

Donnerstag, 12. März 2009

15 Frags

Sie fühlen sich angegriffen, weil sie sofort an Tim K.retschmer aus Winnenden denken? Zurecht. Tja, clevere Überschrift.
Und nun, da ich ihre Aufmerksamkeit habe werde ich meinen Beitrag tun und auch das Internet mit meiner Meinung über diesen Vorfall verbreiten.
Ich finde es absolut abscheulich, wie der Vorfall mal wieder von den Medien ausgebeutet wird. Vorallem, wenn man bestimmte Internetcommunities dabei beobachtet, die hier nicht genannt werden.
Diese lachen sich jeden Tag aufs neue über den Medienauflauf kaputt, vorallem nachdem jemand die Meldung, indem der Amokläufer seine Tat angeblich ankündigt gefälscht hat.
Lulz ensue, wie man so schön sagt.
Aber Back to topic. Tim K., eine traurige Person, möchte man meinen. Depressiv, einsam, zurückgezogen und wahnsinnig verrückt nach Aufmerksamkeit. Well shit, mami und papi hatten ihn nicht richtig lieb, deshalb legt er Leute um.
(wehe jetzt kommt hier einer mit Gewaltspielen, den leg ich um ;) )
Was bedeutet das?
Ganz einfach. Ich kann über diesen Menschen und die Reaktionen auf ihn nur grinsen, weil es mal wieder ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, unsere Generation, ja, unsere Spezies ist.
Dieses Individuum brauchte Hilfe und es hat keiner erkannt. Vielleicht hat er es auch nicht geäußert, aber tatsächlich brauchte er sie und man hätte das sicherlich erkennen können.
Signifikant ist auch, dass er gezielt Mädchen erschoss. Er war also sexuell frustriert, möchte man meinen, wünschte sich vor allem Anerkennung vom anderen Geschlecht.
Ich möchte jetzt nicht implizieren, junge Frauen sollen jeden, der psychisch krank wirkt aus Mitleid mit ins Bett nehmen, doch meine Lösung geht in eine ähnliche Richtung.
Diese Menschen, die potenziellen Amokläufer sind Gesellschaftsunfähig oder zumindest in ihrer Gesellschaftsfähigkeit beeinträchtigt.
Dagegen müsste man etwas tun. Seminare, schulungen, aber vor allem: kontakt zu echten Menschen. Ja, ich bin kein Vorreiter dieser Dinge, auch ich habe oft das Gefühl mich gegenüber anderen meiner Spezies komplett falsch zu verhalten, doch daran bin ich selbst schuld.

Ich schlussfolgere nun, dass am Ende der Medienkonsum doch schuld sein muss. Dadurch wird schließlich der direkte Umgang mit Menschen verhindert. Und jetzt kommt mir nicht mit ICQ oder Teamspeak. Das ist kein Kontakt mit Menschen. Kontakt mit Menschen wird erst hergestellt, wenn man Sprache, Betonung, Mimik und Gestik zusammensetzen kann. Alles andere ist keine Kommunikation.

Naja.